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Beerligroup Executive Evening: KI-Transformation ist kein Technologieprojekt, sondern ein Change- und Transformationsprojekt

Wie gelingt der Sprung von KI-Experimenten zu echtem, skalierbarem Business-Impact? Vier Referenten, eine klare Erkenntnis.

Von Dr. Marcos Arias, Managing Partner

Beim Beerligroup Executive Evening durften wir gemeinsam mit Entscheiderinnen und Entscheidern aus VR und GL über die Frage diskutieren, die aktuell jede Organisation beschäftigt: Wie gelingt der Sprung von KI-Experimenten zu echtem, skalierbarem Business-Impact?

Unsere vier Referenten haben diese Frage aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet - und dabei eines klar gezeigt: «KI-Transformation ist kein Technologieprojekt, sondern ein Change- und Transformationsprojekt.»

Stefan Kühn (BDO Schweiz AG) betonte eindrücklich, dass die Schweiz geopolitisch unter Druck steht - aber ihre Hidden Champions, Cluster und KI-Ökosysteme ein globaler Wettbewerbsvorteil sind. KI ist nicht nur Effizienz, sondern ein strategisches Werkzeug, um Resilienz in einer fragmentierten Welt zu sichern.

Dr. Peter Sencar (SFS Group) zeigte, wie ein Industrieunternehmen mit 5'500 Mitarbeitenden KI erfolgreich skaliert: mit realistischem Erwartungsmanagement, klaren Prozessen, messbaren KPIs und einer Kultur, die Begeisterung statt Angst erzeugt.

Ed Mulder (IVF Hartmann AG) machte deutlich, dass KI sich 128-mal schneller entwickelt als klassische IT - und dass die grösste Gefahr nicht Fehlanwendung ist, sondern zu langsames Handeln. Seine Praxisbeispiele aus CRM, Kundenservice, Absatzprognosen und E-Mail-Automatisierung zeigten: KI liefert heute schon harte Effizienzgewinne.

Sebastiaan van Kemenade (VDL ETG Switzerland) führte vor, wie KI-gestützte Dokumentenverarbeitung (Auftragsbestätigungen und Rechnungen) zu über 80 % Aufwandseinsparung, drastisch weniger Fehlern und spürbar höherer Produktivität führt - selbst in komplexen, hochregulierten Supply-Chain-Umgebungen.

Die gemeinsamen Highlights aller Vorträge

  • Business Ownership statt IT-Ownership - KI wirkt nur, wenn das Business führt.
  • Prozess vor Use Cases vor Tools - Technologie ist das Ergebnis, nicht der Startpunkt.
  • Klein starten, schnell lernen, konsequent skalieren - Geschwindigkeit schlägt Perfektion.
  • Wissensmanagement - wer Wissen hat, ist nicht im Vorteil. Wer es anwendet, schon.
  • Mitarbeitende befähigen - Schulung, Begeisterung und Beteiligung sind der Hebel.
  • Messbarkeit als Erfolgsfaktor - ohne KPIs kein Fortschritt, ohne Fortschritt keine Akzeptanz.
  • Kommerzialisierung statt Spielwiese - KI muss Wert schaffen, nicht nur beeindrucken.
  • Die Schweiz muss ihre Stärken aktiv nutzen, um in einer multipolaren Welt relevant zu bleiben.

Herzlichen Dank an alle Teilnehmenden für die starken Diskussionen - und an unsere Referenten für ihre Offenheit und Praxisnähe.

Die Transformation läuft. Die Frage ist nur: Sind Sie schnell genug?

Im BeitragUnsere Experten

Die Menschen hinter der Erfahrung.

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